Die Geschichte dreht sich um die Indiovölker des brasilianischen Regenwalds. Sie führen ihr Dasein in Reservaten und sind schon lange aus ihrer natürlichen Umgebung vertrieben, die für die Landwirtschaft gerodet wurde.

Nur durch die Feldarbeit und Birdwatching-Touren für Touristen können sie sich etwas Geld verdienen. Als sich eine Jugendliche umbringt, entschließt sich Protagonist Nadio das Reservat und seinen Stamm zu verlassen. Das Gebiet seiner Ahnen gehört nun allerdings dem Großgrundbesitzer Lucas Moreira, der alles versucht um die Störenfriede zu vertreiben.

Dabei gibt es auch Momente des Kennenlernens zwischen den Kulturen. Hier trifft die Tochter des Großgrundbesitzers auf dem Schamanennachfolger, wobei eine eindringliche Verbindung entsteht. Der Regisseur Marco Bechis hat einen exzellenten Film über die gegenseitige Abhängigkeit der Naturvölker des brasilianischen Regenwalds mit den reichen weißen Eindringlingen erstellt.

Der Film “Birdwatchers” behandelt vielmehr die Ungerechtigkeit des unterdrückten Volkes und vernachlässigt dabei etwas die Geschichte, die weitgehend in den Hintergrund rückt. Sehr gelungen ist die Besetzung, die sich aus Schauspielern und wirklichen Indios zusammensetzt. Ein wirklich gelungenes Machwerk, welches sich zu sehen lohnt.