Da ihr Vater zu alt ist, übernimmt die Hausfrau Penny Chenery (Diane Lane) den Stall ihres Vaters und lässt sich dabei vom Pferdeprofi Lucien Laurin (John Malkovich) helfen. Nach einem schweren Einstieg in die vorwiegend männlich dominierte Welt der Pferderennen, zieht sie mit Secretariat einen geschichtsträchtigen Gewinner heran.
Secretariat – Ein Pferd wird zur Legende

Neben “Seabiscuit” dürfte Secretariat wohl nun das zweite umjubelte Rennpferd der Filmgeschichte sein und ganz nach Disney-Tradition wird es ein herzerwärmender Film, der mit liebevoller Ausstattung und Kostümen aufwartet. Bei den Kritikern heimste er bereits Lob ein, auch wenn “Secretariat – Ein Pferd wird zur Legende” nicht gerade zum Denken anstößt oder anderweitig Grenzen überschreitet, so ist es dennoch Wohlfühl-Kino, wie man es sich für die ganze Familie wünscht und das ist mittlerweile selten genug geworden.

Als Familienfilm ist “Secretariat” dann, das zeigt der Trailer, auch sehr handzahm, was die geschichtlichen Ereignisse dieser Zeit angeht. Gerade um die 70er herum herrschten politische Skandale, Demonstrationen und der Schrei nach Gleichheit für alle, die in dem Film kein einziges Mal erwähnt werden. Allerdings muss man wohl dazu sagen, dass sich der Film auch nicht als Geschichtsportrait verstehen will, sondern als zuckriger Familienspaß, der mit Diane Lane und John Malkovic mehr als gute Schauspieler bieten kann. Feuer gab es trotzdem vom Filmkritiker Andrew O”Heir, der halb witzelnd, halb polemisierend eine überzogene, aber auch äußerst amüsante Kritik schrieb, die “Secretariat” mit Werken von Leni Riefenstahl vergleicht – leicht übertrieben, natürlich.

Wer einen warmen, kuscheligen Film mit Pferden und Diane Lane sehen will und bestenfalls nicht der PETA angehört, der sollte ab dem 19.5.2011 auf jeden Fall zu “Secretariat – Ein Pferd wird zur Legende” ins Kino. Alle anderen warten auf den nächsten kritischen Geschichtsfilm.