Watchmen – Die Wächter

Nach den „V-Wie Vendetta“, „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“ und „From Hell“ kommt mit „Watchmen – Die Wächter“ der vierte Comic von Alan Moore in die Kinos. Obwohl Alan Moore auch diesen Comic, der 1986/87 in Zusammenarbeit mit Dave Gibbons entstand, nie verfilmt sehen wollte.

Am 5. März soll es in Deutschland so weit sein, die lang erwartete Verfilmung von „Watchmen“ kommt in die Kinos. Der Autor war schon von den Verfilmungen seiner anderen Comics nicht gerade begeistert. Es ist fraglich, dass „Watchmen“ seine Meinung ändert. Denn auch „Watchmen“ ist keiner der gewöhnlichen Baller- und Actioncomics.

Es erfordert etwas mehr Feingefühl eine solche Vorlage cinematisch umzusetzen. „Watchmen“ wurde als Comic preisgekrönt. Besonders, weil es kein leichter Stoff ist und als Genrekritik betrachtet wurde, die das übliche Superhelden-Image nicht unterstützt.

Zack Snyder versucht es also, allerdings verursachte schon „300“ verhärtete Fronten unter den Kritikern. Den Zuschauern machte das zwar wenig aus, wer weiß aber, ob das mit „Watchmen – Die Wächter“ noch einmal gelingt.
Der Film spielt im Jahre 1985. Nixon ist immer noch Präsident, der Vietnam-Krieg, mit Hilfe eines Superhelden gewonnen. Wie bei einer utopischen Alternativwelt üblich, sind nur einige Ereignisse nie geschehen und deshalb liegen USA und Sowjetunion immer noch im Kalten Krieg und die „Doomsday Clock“ steht auf fünf vor zwölf.

Der Film dreht sich um die „Liga“, ehemalige Superhelden, die zumeist keine extraterrestrischen Fähigkeiten besitzen und eigentlich außer Dienst sind. Als aber plötzlich einer von ihnen getötet wird, ruft Rohrschach die anderen wieder zusammen um den Tod aufzuklären – Sie stoßen auf eine Verschwörung. Die „Watchmen“ wachen nun über das Schicksal der gesamten Menschheit.

Der Vorleser - Bernhard Schilks Roman im Kino

“Der Vorleser” war einer der wenigen deutschen Romane, die es auch international auf die Bestsellerlisten schafften. Dieses Buch brachte es nun sogar zu einer Hollywoodverfilmung.

Spätestens seit “Schindlers Liste” und “Operation Walküre” scheint klar zu sein, dass besonders jenes dunkel Kapitel in unserer Geschichte für die transatlantische Filmindustrie interessant ist. Alles was danach kommt, ist wohl nicht von Bedeutung.

So mag es auch nicht verwundern, dass sich auch “Der Vorleser” mit der Bewältigung der NS-Verbrechen befasst.

Anfangs scheint es dennoch nicht so zu sein. Die Hauptfigur des Romanes wie auch des Films ist der 15-jährige Schüler Michael (David Kross). In den späten Fünfzigern verliebt er sich in die Ältere Hanna (Kate Winslet). Eine Liaison zwischen beiden beginnt. Doch verschwindet Hanna bald darauf spurlos. Erst als Jurastudent, Jahre später, trifft er sie wieder. Er besucht einen Kriegsverbrecherprozess und findet seine alte Liebe auf der Anklagebank wieder.  Dies stürzt ihn in einen schier unlösbaren Konflikt, denn Michael weiß, dass Hanna unschuldig ist.

Sie ist Analphabetin, Michael musste ihr immer vorlesen, und die Anklage stützt sich auf einen schriftlichen Bericht von ihr. Michael muss sich entscheiden und bereut offensichtlich später seine Wahl, denn die Geschichte ist als Rückblick des nun erwachsenen Michael (jetzt gespielt von Ralph Fiennes) erzählt, der nun versucht, seine Vergangenheit zu bewältigen.

Es bleibt abzuwarten, ob der Film von Stephen Daldry, der am  26. Februar in die Kinos kommt, dem Roman gerecht wird. Die Schauspieler jedenfalls scheinen zu überzeugen, denn Kate Winslet hat it dieser Rolle beste Chancen auf den Oscar.